Wir sind nach ISO 22301 zertifiziert

Seit Februar 2024 trägt BIG.Cube stolz das Siegel der Business Continuity Management (BCM)-Zertifizierung nach ISO 22301. Diese renommierte Auszeichnung bestätigt, dass unser Unternehmen ein leistungsfähiges Krisenmanagementsystem implementiert hat, um die Stabilität und Kontinuität des Geschäftsbetriebs auch in herausfordernden Situationen zu gewährleisten.

Was ist ein Business Continuity Management (BCM)?

Unvorhergesehene Ereignisse wie Naturkatastrophen, IT-Ausfälle oder Pandemien können Unternehmen schnell in existenzielle Bedrängnis bringen, wie die weltweite Corona-Pandemie eindrucksvoll gezeigt hat. Business Continuity Management (BCM) bietet eine Lösung, indem es potenzielle Bedrohungen identifiziert und präventive Maßnahmen entwickelt, um die Geschäftsfähigkeit im Krisenfall zu gewährleisten.

Ziel des BCM ist es, die betriebliche Kontinuität in Krisensituationen sicherzustellen, indem angepasste Sicherheitsmaßnahmen und Notfallpläne entwickelt werden, die auf die spezifischen Risiken des Unternehmens abgestimmt sind. Der PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) bildet die Grundlage für den Aufbau und Betrieb eines BCM und trägt dazu bei, Sicherheit zu gewährleisten. Während BCM für die meisten Unternehmen nicht zwingend vorgeschrieben ist, bietet es dennoch einen erheblichen Mehrwert in Bezug auf Sicherheit und Geschäftskontinuität. Als BIG.Cube liegt uns die Zuverlässigkeit und Robustheit unseres Unternehmens, Zufriedenheit unserer Kunden und das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden am Herzen. Aus diesem Grund ist die BCM-Zertifizierung nach ISO 22301 ein logischer Schritt für uns.

Was bedeutet die BCM-Zertifizierung für unsere Kunden und Mitarbeitenden?

Die Zertifizierung belegt, dass BIG.Cube proaktiv auf mögliche Bedrohungen und Störungen vorbereitet ist. Wir haben Prozesse implementiert, um potenzielle Ausfälle frühzeitig zu erkennen, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen und den Geschäftsbetrieb schnellstmöglich wiederherzustellen.

Das bedeutet für unsere Kunden, dass wir ihnen eine kontinuierliche Verfügbarkeit, schnelle Reaktion und eine verlässliche Partnerschaft bieten:

  • Auch bei Störfällen können wir unsere Leistungen ohne Unterbrechung erbringen.
  • Im Falle von Problemen greifen wir sofort ein und minimieren so die Auswirkungen auf das Geschäft unserer Kunden.

  • Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir ihnen auch in schwierigen Situationen zur Seite stehen.

Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet die BCM-Zertifizierung zusätzliche Sicherheit und Zufriedenheit:

  • Die Arbeitsplatzsicherheit wird durch das BCM-System gewährleistet, indem Arbeitsplätze und Aufgaben auch und gerade in Krisenzeiten (wie z.B. einer weltweiten Pandemie oder Naturkatastrophen) geschützt werden.
  • Das Wohlbefinden steigt, weil unsere Mitarbeitenden die Gewissheit haben, dass wir auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet sind.

Die BCM-Zertifizierung ist ein weiterer Beleg für unser Engagement für höchste Qualität, Kundenzufriedenheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter. Wir setzen uns dafür ein, unseren Kunden auch in Krisen ein verlässlicher Partner zu sein und unseren Mitarbeitenden ein sicheres und angenehmes Arbeitsumfeld zu bieten.

Unser Zertifikat

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Sustainability Analytics – der erste Schritt in Richtung Nachhaltigkeit

Immer mehr Investoren, Kunden und Regulierungsbehörden fordern von Unternehmen, dass sie ihre Leistung in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung (Environment, Social, Governance – ESG) offenlegen und so ihre Auswirkungen auf die jeweiligen Gebiete bewertbar machen. Doch was bedeutet das genau und wie gehen Unternehmen damit um? Als Sustainability Analytics Team der BIG.Cube werfen wir einen genauen Blick auf die Herausforderungen und Chancen von ESG-Reporting und erklären, warum es für Unternehmen immer wichtiger wird, ihre Nachhaltigkeitsleistung transparent darzustellen.

EU verpflichtet Unternehmen

SFRD, Taxonomie, CSRD – die Richtlinien der Europäischen Union sind inzwischen divers und für viele Betroffene unübersichtlich. So stellt beispielsweise die EU-Taxonomie zahlreiche Kriterien bereit, die Unternehmensaktivitäten als nachhaltig oder nicht nachhaltig klassifizieren. Die vielseitigen Verordnungen sollen Firmen dabei unterstützen, ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu leisten.

Viele Unternehmen wurden durch diese Vorschriften zur Durchführung eines ESG-Reportings verpflichtet.

Die Komplexität, der man im Laufe eines solchen Vorhabens begegnet, ist unserer Erfahrung nach hoch.

Herausforderungen des ESG Reportings

Es gibt einige Hürden, die Unternehmen bei der Implementierung von Nachhaltigkeitsinformationen in ein bestehendes Business Warehouse (BW) zu bewältigen haben.

Um ESG-Informationen in das BW zu integrieren, müssen Unternehmen zunächst die notwendigen Daten sammeln und bereitstellen. Dies kann schwierig sein, da oft die Daten aus unterschiedlichsten Quellen im und außerhalb des Unternehmens zusammengebracht werden müssen. Die Herausforderung ist noch größer, wenn die Organisation bisher nicht über die notwendigen Prozesse bzw. Schnittstellen verfügt. Gegebenenfalls müssen manuell Daten intern erhoben oder Berichte von externen Dataprovidern eingekauft werden.

Die Integration dieser verschiedenen Daten im BW bei gleichzeitiger Einhaltung von diversen Berichtsstandards kann komplex sein und erfordert meist das Customizing von BW-Systemen und die damit verbundenen Berichtsprozesse.

Eine weitere Herausforderung stellt die Integration der Nachhaltigkeitsdaten in empfangende Systeme dar. Diese benötigen die ESG-Informationen in bestimmten Formen, beispielsweise angepasst an Accounting-Strukturen. Oft müssen somit alte Schemen erweitert bzw. angeglichen werden, um den vielschichtigen und -fältigen ESG-Reportinganforderungen zu genügen.

Auch fachlich entstehen bei der Einführung von ESG-Reportings Herausforderungen. Es gibt viele verschiedene Standards und neue Richtlinien, denen Unternehmen bei der Erstellung von ESG-Berichten folgen können oder müssen. Neben den Richtlinien der EU stehen auch internationale Berichtsstandards zur Verfügung, die auf freiwilliger Basis eingehalten werden können. Urheber dieser sind beispielweise die Global Reporting Initiative (GRI), das Sustainability Accounting Standards Board (SASB) oder die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD).

Die Richtlinien und Standards sind dabei nicht nur divers, sondern können auch teilweise schwierig zu verstehen und umzusetzen sein, insbesondere für Unternehmen, die noch keine Erfahrung mit ESG-Reporting gesammelt haben. Da einige Vorgaben laufend angepasst, erweitert oder verändert werden, ist zudem ein generisches Vorgehen mit hoher Agilität unabdingbar.

ESG-Reporting als ein erster Schritt zu einer nachhaltigen Wirtschaft

Sind aber alle fachlichen Anforderungen geklärt, die Implementierungen abgeschlossen und alle relevanten Daten im System, bietet Nachhaltigkeitsberichtserstattung auf Basis von internationalen Standards allen Stakeholdern einen großen Mehrwert. Sie ermöglicht die Analyse und Bewertung von nicht-finanziellen Ergebnissen.

Investoren können die detaillierten Informationen über das Nachhaltigkeitsprofil von Unternehmen erhalten und ihre Investitionsentscheidungen auf dieser Grundlage treffen. Durch die Analyse von ESG-Daten können sie Risiken und Chancen in Bezug auf Nachhaltigkeit bewerten und ihr Portfolio entsprechend anpassen.

Regierungen und andere Regulierungsbehörden können von ESG-Reporting profitieren, indem sie Nachhaltigkeitsinformationen von Unternehmen bei der Entwicklung von Gesetzen und Vorschriften berücksichtigen. Nichtregierungsorganisationen (NGOs) können ESG-Daten verwenden, um Firmen zu unterstützen oder zu kritisieren, je nachdem, ob das Engagement den jeweiligen Forderungen entspricht.

Nicht zuletzt können Kunden besser verstehen, wie das Handeln von Unternehmen sich auf die Umwelt und die Gesellschaft auswirken. Durch die Kenntnis dieser Informationen können sie ihre Kaufentscheidungen auf der Grundlage von Nachhaltigkeitskriterien treffen und Unternehmen, die ihren Anforderungen entsprechen, unterstützen.

Im Gegenzug können glaubwürdige ESG-Berichte dazu beitragen, das Vertrauen von allen Stakeholdern in ein Unternehmen zu steigern und das Image zu verbessern. Zudem bietet es die Grundlage für eine Analyse, welche das Treffen geeigneter Maßnahmen zu verantwortungsbewussterem Handeln ermöglicht.

Fazit: ESG-Reporting fordert spezialisierte Teams & Agilität

Die dargelegten Herausforderungen und die häufig zugleich bestehende zeitliche Kritikalität bis zum gesetzlichen Inkrafttreten der Reportinganforderungen sind keine einfachen Rahmenbedingungen für Unternehmen. Um erfolgreich Anforderungen in ein ESG-Reporting umzusetzen, sollte man auf Folgendes Wert legen:

  • Den Einsatz hoch spezialisierter Teams, insbesondere bzgl. der Business Analyse
  • Agile Projektvorgehensweisen sowie möglichst generische Implementierungen, um die Volatilität der Anforderungen zu meistern

Nur so kann es gelingen, ein fundiertes und nachhaltiges ESG-Reporting aufzusetzen. Aktuell noch häufiger als Pflicht statt als Kür sowie als „Verhinderer“ gesehen, wird dieses aber als Enabler innerhalb der Geschäftsprozesse von morgen nicht mehr wegzudenken sein.

Verfasst von Alexander Röttinger

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Wir gehören zu "Deutschlands besten Arbeitgebern“

Wir sind stolz darauf, dass BIG.Cube nicht nur als „Great Place to Work“ zertifiziert wurde, sondern es auch unter die 100 besten Unternehmen Deutschlands geschafft hat. Dies ist das Ergebnis einer umfangreichen Analyse unserer Unternehmenskultur und des Feedbacks unserer engagierten Mitarbeitenden.

Überprüfung der Arbeitsplatzkultur

Zunächst haben wir uns freiwillig einem unabhängigen Audit unterzogen, bei dem unsere Mitarbeitenden repräsentativ zu Kultur und Zusammenarbeit befragt wurden. Im Fokus standen dabei die Themen Führung, Vertrauen, Anerkennung, Förderung, Fürsorge, Zusammenarbeit, Teamgeist und Identifikation mit dem BIG.Cube. Darüber hinaus haben wir als Unternehmensverantwortliche im Rahmen des Kulturaudits detailliert Auskunft über unsere Maßnahmen und Instrumente der Personal- und Führungsarbeit gegeben.

Teilnahme am Arbeitgeberwettbewerb

Voraussetzung für die Teilnahme an den Arbeitgeberwettbewerben ist neben dem Kultur Audit die Great Place to Work® Zertifizierung mit einem Ergebnis von mindestens 65% Zustimmung der Mitarbeitenden sowie eine von der Gesamtbelegschaft abhängige Teilnahmequote. Umso mehr freuen wir uns, dass wir diese hohen Anforderungen erfüllen konnten.

Dank an das Team

Ein herzliches Dankeschön geht an unser tolles Team für den Einsatz und den Beitrag, den es zu unserer tollen Unternehmenskultur leistet. Diese Auszeichnung gebührt jedem Einzelnen! Wir sind fest entschlossen, auch in Zukunft ein inspirierendes Arbeitsumfeld zu schaffen und unseren Mitarbeitenden die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten. Denn wir sind überzeugt, dass gehörte und zufriedene Mitarbeitende der Schlüssel zum Erfolg jedes Unternehmens sind.

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unserem Team auch in Zukunft große Ziele zu erreichen und dabei viel Spaß zu haben.

 

Eindrücke von der Verleihung

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Unser Herzensprojekt: Die Stiftung AKM in München

Schon seit einiger Zeit unterstützten wir als BIG.Cube GmbH die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München (AKM) in Form einer Familienpatenschaft. Auch in diesem Jahr haben wir auf Werbegeschenke, Advents- und Jahreskalenderunsere Kunden und Partner verzichtet und stattdessen die Ersparnis in Höhe von 6.500 EUR der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München zukommen lassen. Ein echtes Herzensprojekt und uns ein ganz besonderes Anliegen die wichtige Arbeit zu unterstützen und auf diese wertvolle Arbeit aufmerksam zu machen. Besonders in der besinnlichen Adventszeit möchten wir dem Hospiz und all den herzlichen Helfern Tribut zollen, die sich unter anderem um die Sicherung der medizinischen und therapeutischen Versorgung der kleinen Patienten kümmern.

Unser Herzensprojekt: Unterstützung für die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München

Die AKM betreut seit 2004 Familien mit unheilbar kranken und lebensbedrohlich schwersterkrankten Ungeborenen, Neugeborenen, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in München und ganz Bayern. Dabei wird das Team aus hauptamtlichen Ärzten, Psychologen, Krankenschwestern und Sozialarbeitern von vielen Ehrenamtlichen in den Bereichen Krisenintervention, Familienbegleitung und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Ziel soll es sein, den Familien in dieser schwierigen Zeit eine feste Stütze zu sein und Momente der Sicherheit, Geborgenheit und Normalität zu schenken. Mehr über diese tolle Arbeit erfahren Sie hier: www.kinderhospiz-muenchen.de

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Warum sich für eigene SAPUI5 Custom Controls entscheiden?

Je mehr SAPUI5 App­li­ka­tionen Sie ent­wickeln, desto mehr lernen Sie die Grenzen und Ein­schränkungen kennen. Diese weisen entweder die SAP Fiori Guide­lines oder die Controls selbst auf. Schnell kommt in einem Kunden­projekt die Aussage: „Kann das nicht irgendwie umgesetzt werden?“ Hier lautet oftmals die schnelle Antwort, dass dies zu teuer oder nicht möglich sei.

Das muss jedoch nicht sein! Wer sich einmal mit SAPUI5 Custom Controls be­schäftigt, kann schnell einschätzen, welche An­forder­ungen trotz Eigen­ent­wicklung im Hand­um­drehen realisiert werden können.

Nicht einfach los­legen

Als erstes und wichtigstes To-do sollten Sie bei Kunden­projekten die Veran­twort­lichen in­for­mieren, dass diese spezielle An­forder­ung nicht mit Standard­mitteln der SAP zu lösen ist. Da Unter­nehmen häufig Richt­linien bezüglich Eigen­ent­wicklung haben, muss dies vor dem Start der Ent­wick­lung des Custom Controls geklärt werden.

Weiterhin ist es sinnvoll, über die Risiken und Folgen auf­zu­klären. Je nachdem, welche Funkt­io­nali­tät das Custom Control bereit­stellt oder welche be­stehen­den Controls es er­weitert, muss bei einem SAPUI5-Versions Upgrade die Funktions­fähig­keit sicher­ge­stellt werden. Im schlechtes­ten Fall müssen an dem SAPUI5 Custom Control An­passungen vor­ge­nommen werden, damit es mit der neuen SAPUI5 Version identisch aussieht bzw. sich identisch verhält.

Nachdem die For­malitäten geklärt sind, geht es an die eigent­liche Arbeit. Hierbei gilt es, die An­forder­ung an die Eigen­ent­wicklung genau zu ver­stehen. Im Folgenden werden die Grundlagen der Er­stellung von SAPUI5 Custom Controls be­leuchtet. In unserem nächsten Beitrag stellen wir zwei Beispiele aus unseren Kunden­projekten vor.

Wie werden SAPUI5 Custom Controls erstellt

Ein Custom Control ist zunächst sehr ähnlich zu einem Controller auf­gebaut. Im oberen Teil wird defi­niert, welche anderen Controls be­nötigt werden oder welche Files im­portiert werden sollen. Auf Basis eines der über­gebenen Controls wird mittels der „extend“-Funktion eine Er­weiter­ung gebaut.

Sollte sich kein ge­eignetes Control finden, welches er­weitert werden kann, wird das sap.ui.core.Control heran­ge­zogen. Dieses Control stellt die Basis aller anderen Controls dar. Der Name des Custom Controls setzt sich aus dem Namespace der App und einem spe­zifisch­en Namen zusammen. Um nicht durch­einander zu geraten, sollte auch die js-Datei den selben Namen tragen.
Der „extend“-Funktion wird noch ein Objekt über­geben, bei dem sich z.B. neue Properties oder Events defi­nieren lassen. Wichtig bei jedem Custom Control ist, dass die „renderer“-Funktion vo­rhanden ist. Hierbei bietet sich oft die „renderer“-Funktion des zu er­weiterten Controls an. Alternativ muss diese selbst geschrieben werden (beide Arten werden in dem weiteren Blogbeitrag aufgegriffen).

Ver­wen­dung eines SAPUI5 Custom Control

Soll das Custom Control innerhalb des Views ver­wendet werden, muss zunächst wie bei einer zu­sätzlichen SAPUI5-Library der Pfad und ein Kürzel defi­niert werden.
In diesem Bei­spiel gibt es im root-Pfad einen Ordner, der sich „controls“ nennt. Inner­halb dieses Ordners liegt eine MeinCustomControl.js Datei, welche das Custom Control wider­spieg­elt. Inner­halb des XMLs stehen zum einen alle ver­erbten, als auch alle neuen Properties, Events, Aggregations und Associations zur Verfügung. Daher kann es wie ein normales Control der SAPUI5 Library ver­wendet werden.

Hin­zu­fügen weiterer Properties

Benötigt ein Custom Control ein wei­teres Property, wird dies inner­halb des Properties-Objekts defi­niert. Im folgenden Bei­spiel heißt das Property „secondText“ und ist vom Typ ein „string“. Zus­ätzlich lässt sich noch ein defaultValue defi­nie­ren, welcher hier ein leerer String ist.
Für Properties stehen die bekannten SAPUI5-Types zur Verfügung:
  • string
  • boolean
  • int
  • float
  • any
  • object
  • arrays wie z.B. string[]
  • spe­zielle SAPUI5-Types wie z.B. „sap.ui.core.CSSSize” oder andere Con­trols
Der DefaultValue ist kein Pflichtfeld und kann somit auch leer­ge­lassen werden. Das SAPUI5 Frame­work erzeugt auto­ma­tisch aus dem neuen Property Setter und Getter Methoden. Diese können sowohl inner­halb des Custom Controls, als auch inner­halb eines Controllers ver­wendet werden. In unserem Bei­spiel heißen die er­zeug­ten Methoden setSecondText und getSecondText.

Hin­zu­fü­gen weiterer Events

Benötigt ein Custom Control ein wei­teres Event, wird dies inner­halb des Event-Objekts defi­niert. Im fol­gen­den Bei­spiel wurden zwei Events defi­niert: hoverIn und hoverOut, welche auf den Mousecursor rea­gieren sollen.

Neue Events lösen sich aller­dings nicht von alleine aus. Viel­mehr müssen diese aktiv ge­triggert werden. Da in unserem Bei­spiel ein MouseHoverIn und Out ge­wünscht ist, muss das Custom Control auf die Mouse-Events hören.

Das SAPUI5 Frame­work gene­riert auch für Events neue Me­tho­den, welche zum Aus­lösen (Fire) des Events ge­hören. So kann innerhalb des Custom Controls auf die Browser-Mouse­events gehört und das eigene neue Event ausgelöst (gefired) werden.

Fazit

In diesem Beitrag wurde aufgezeigt, dass die Vor­teile von Custom Controls im Ver­gleich zu einer los­ge­lösten jQuery oder JavaScript Kompo­nente enorm sind. SAPUI5 kümmert sich um das Rendern und um die be­ste­hen­den Funk­tio­na­li­tä­ten, ohne dass sich selbst jemand damit be­s­chä­ftigen muss. Lassen sich be­stehen­de SAPUI5 Controls durch Properties oder Events so er­weitern, so dass die An­forder­ungen erfüllt werden, lässt sich das durch wenige Code Zeilen rea­li­sie­ren. Auch komplett neue Controls lassen sich mit einfachen HTML und CSS Kennt­nissen rea­lisieren. Wie das um­ge­setzt wird, erfahren Sie in unserem nächsten Blog­beitrag!

Verfasst von Martika Möller

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Q-THOR – Zertifi­ziert von der SAP

Die SAP hat unsere Standard­software zur nach­haltigen Steiger­ung und Sicher­stellung der Daten­qualität „Q-THOR“ offiziell für den Ein­satz auf SAP HANA 2.0 über das SAP Integrations­szenario HANA-APP 2.0 zerti­fi­ziert. Mit dieser Zerti­fi­zierung stellt die SAP sicher, dass Lösungen von externen An­bietern sicher in SAP Land­schaften inte­griert werden können. Die Software ist nun offi­ziell im SAP certified solutions directory zu finden. Welche Schritte Q-THOR dabei in dem Zerti­fi­zierungs­pro­zess durch­laufen hat und was die Zerti­fi­zierung für uns und unsere Kunden be­deutet, erfahren Sie im folgenden Blog­beitrag.

Folgenden Zertifizierungs­prozess hat Q-THOR durch­laufen​

Im Zuge des Q-THOR Zertifizierungs­prozesses wurden von der SAP u.a. die nach­folgenden Prozess­schritte an­gefordert und über­prüft:

Vorteile der Zertifizierung für (künftige) Anwender

All diese Schritte wurden erfolg­reich durch­laufen, so dass am Ende des Pro­zesses Q-THOR von der SAP zerti­fiziert wurde. Somit ist sicher­ge­stellt und von der SAP attes­tiert, dass sich Q-THOR problem­los in­stallieren lässt. Zudem stellt die SAP sicher, dass sich die Software reibungs­los in die System­landschaft inte­grieren lässt und Q-THOR ver­lässlich auf der HANA läuft.

Dieser Qualitäts­stempel macht uns stolz und ist neben der Auf­nahme des Pro­duktes in den SAP Store und der Förder­ung vom Bundes­ministerium für Bil­dung und For­schung eine weitere Aus­zeich­nung für die Quali­tät unseres Pro­duktes. So erzeugen wir für unsere Kun­den einen echten Mehr­­wert. Denn durch den Ein­satz von Q-THOR er­möglichen wir den Kunden das Thema Daten­­qua­lität, wel­ches Unter­­nehmen in den kommenden Jahr­­zehn­ten heraus­fordern wird, er­folgreich mana­gen zu können.

Die ge­nerische Archi­tektur von Q-THOR unter­stützt Sie auch auf Non-SAP Land­schaften

Q-THOR überzeugt durch eine voll­ständig gene­­rische Archi­tektur und inte­griert sich einfach in die System- und Daten­land­schaft, ohne diese zu verändern.

Die Land­­schaft kann sowohl SAP-basiert als auch Non-SAP-basiert sein. Dabei kann die Datenbeladung und -integration für Q-THOR auf verschiedene Arten erfolgen, abhängig beispielsweise von Ihrer Systemlandschaft und Ihren Anforderungen an die Verfügbarkeit. 

Sie möchten mehr über Q-THOR erfahren?

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Rückblick 4. Jahres­forum Stamm­daten­manage­ment

Das 4. Jahresforum Stamm­daten­management der imh in Wien bot interessante Einblicke in den aktuellen Stand der Daten­infra­struktur und der Daten-Prozesse von Unter­nehmen aus verschie­denen Branchen. Von Data-Governance über Data Lake und Data Mesh bis hin zum Story­telling in der Daten­analyse wurde in zahlreichen Vorträgen über viele spannende Themen diskutiert.

Daten­qualität als eines der wich­tigen Themen

Die Daten­qualität ist dabei eine der großen und wichtigen Klammern über alle genannten Themen. Das wurde vor allem daran deutlich, dass fast kein Vortrag und keine Diskussion daran vorbei­kamen, die Wichtig­keit der Daten­qualität zu erläutern. Die Meinungen der Vortra­genden und Teilneh­menden gingen lediglich in einem Punkt stark ausei­nander: woher muss der Anstoß für eine Stei­gerung der Daten­qualität kommen? Während die einen zu einem Top-Down-Ansatz rieten, bei dem der Anstoß aus dem Manage­ment kommen müsse, setzten die anderen auf einen Bottom-Up-Ansatz mit dem Anstoß aus dem Fachbe­reich und von den Anwendern. Unser Produkt Q-THOR gliederte sich dabei optimal in den Vortrag “Die Daten­qualität als Erfolgs­faktor in Zeiten explodierender Datenmengen” ein.

Data-Driven als neues Ziel

Die zwei Tage in Wien machten deutlich: Unter­nehmen werden immer von ihren Daten gesteuert und müssen Arbeits­methoden, Prozesse und Infra­struk­turen darauf ausrichten. Dabei prangern Unter­nehmen immer wieder an, dass die Gesetz­gebung in diesem Bereich hinter der schnellen Entwick­lung hinter­herhinke. All das sorgt für große Heraus­forde­rungen – in den IT-Abteilungen und in den daten­verarbei­tenden Fach­bereichen. Eines wurde in Wien aber ebenso klar: ein Unter­nehmen, das von seinen Daten gesteuert wird, kann nur erfolgreich kann nur dann erfolgreich sein, wenn seine Daten korrekt sind. Die Daten­qualität lässt sich also sehr direkt mit dem Unter­nehmens­erfolg verbinden.

Eindrücke aus Wien

Fotocredit: © imh

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